Am Samstag Einweihung der Fritz-Salm-Straße

Provisorisches Schild
Fritz Salm

Die Straßen und Plätze auf unserem ehemaligen Kasernengelände tragen besondere Namen: Sie heißen nach bekannten Antimilitarist*innen, Antifaschist*innen, Friedenskämpfer*innen und Deserteur*innen. Fritz Salm, der wegen seiner Arbeit gegen den Hitler-Faschismus verurteilt wurde und doch daran festhielt, Marianne Cohn, die einem Netzwerk zur Rettung jüdischer Kinder angehörte, Eva Hermann, die vielen Juden zur Emigration verhalf, und Heinrich Wittkamp, der Teil einer katholischen Widerstandsgruppe war: Das sind bei uns die wegweisenden Namen.

 

Der Mannheimer Fritz Salm (1913-1985) gehörte zu den 300 Jugendlichen in Mannheim, von denen man weiß, dass sie in verschiedenen Gruppen gegen die Naziherrschaft aktiv waren; 1935 wurde er deshalb zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Nach dem Krieg war er viele Jahre verantwortlich tätig in der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN), führte er antifaschistische Stadtrundfahrten durch und berichtete authentisch über den Widerstand und die aktuelle Bedeutung des Antifaschismus.

 

Unsere Nachbaren SWK, Fritz-Salm-Str. 10, haben die Initiative ergriffen, neben den drei Turley-Wohnprojekten machen politische und soziale Gruppen mit. So wird am Samstag, 22. April 2017, ab 15 Uhr ein vielfältiges Programm steigen. Stadtarchivleiter Prof. Dr. Ulrich Nieß spricht Grußworte, Fritz Reidenbach von der VVN-BdA würdigt das Wirken Fritz Salms, Schauspieler Michael Timmermann liest aus Salms Buch „Im Schatten des Henkers“, Filmbeiträge zeigen den antifaschistischen Widerstand in Mannheim; Musik kommt von Bernd Köhler und dem Chor Gegenwehr, Liedermacher Metulski und Arkestra Convolt. Die Wohnprojekte und politischen Gruppen informieren über ihre Arbeit und steuern Essen und Getränke bei.

 

Wir freuen uns über viele Mitfeiernde!

Unser Gemeinschaftsraum ist fertig!

Für ein, zwei Parties, Spieleabende, Kaffeetrinken und gemeinsame Mittagessen war er schon ein sehr angenehmer Schauplatz: Unser Gemeinschaftsraum ist endlich fertig geworden. Auf knapp 80 Quadratmetern wird hier gemeinsam an großen Tischen diskutiert, gegessen, gespielt, auf Sofas gelümmelt, Zeitung gelesen, in den Bücherregalen gestöbert oder in der Kinderecke gemalt und getobt.

Und schon war er auch im Fernsehen zu sehen: Der SWR hat in unserer Gemeinschaft ein Porträt unserer Mitbewohnerin Veronika gedreht, die aus Karlsruhe zu uns gezogen ist, weil sie weiter mitten im Leben dabei sein möchte, auch wenn ihre Parkinson-Erkrankung und das Alter ihren Bewegungsradius allmählich einschränken. Es ist ein schöner sensibler Bericht geworden, den man bis 7.11.2017 in der Mediathek der SWR-Landesschau unter dem Titel „Kommune statt Pflegeheim“ anschauen kann.

 

 

13haFreiheit - Wer wir sind

Wir haben uns 2010 als Gruppe von Mannheimer*innen und Personen aus dem Umland gegründet, um bei der Nachnutzung der in Mannheim freiwerdenden bisher militärisch genutzten Flächen Raum für gemeinschaftliche, selbstverwaltete Wohnformen zu schaffen. Dabei war zunächst an mehrere Projekte gedacht, wir haben uns aber dann auf das Gebäude 472 auf Turley konzentriert. Im Juli 2014 haben wir das Haus gekauft, im April 2015 den Start für den Umbau gefeiert. 2016 sind wir eingezogen. In 29 Wohneinheiten leben Singles, Paare, Familien und Wohngemeinschaften. Ein Teil der Wohnungen ist barrierefrei; auch Menschen mit Rollstuhl können bei uns wohnen. Was uns freut: Neben uns sind zwei weitere Wohnprojekte in Neubauten entstanden: SWK und umBAU² sind unsere Nachbarn.

Hier befindet sich unser Konzept sowie die Infos zum Wohnprojekt 472.

 

Einfach online spenden!

Aus unserem Wohnprojekt heraus hat sich ein gemeinnütziger Verein gegründet, der den Denkmalschutz, das gemeinschaftliche Wohnen und die Begegnung auf Turley unterstützt. Spenden für "KulTurley" (Verein Kulturdenkmal Turley Areal 472) können von der Steuer abgesetzt werden.

Online Spende unter www.kulturley.de:

Wir sind alle drin!!!

Seit Anfang Juli ist unser Haus von unten bis fast ganz oben bewohnt - was wir mit einem großen Fest gefeiert haben - siehe Fotos.

Nun ist ein Stückchen Alltag eingekehrt, wir genießen die schönen Wohnungen, besuchen einander und wundern uns, wie verschieden Wohnungen mit völlig gleichem Grundschnitt aussehen können - nicht wiederzuerkennen. Es ist toll, sich im neuen Haus zu treffen und endlich kurze Wege zum Plenum oder zu den Arbeitsgruppen zu haben! Noch bleibt allerdings einiges zu tun: Derzeit bessern wir unsere Keller aus und richten sie ein, schließen Putzlücken in den Fluren, um auch sie schließlich zu streichen.

Jetzt freuen wir uns auf unser erstes Weihnachten und Silvester auf Turley!

 

 

Wir freuen uns weiter über Direktkredite!

Auch wenn wir jetzt in unserem Haus wohnen: Wir freuen uns weiter über Direktkredite! Zwar haben wir das Geld für die unmittelbaren Umbaumaßnahmen gut zusammenbekommen - herzlichen Dank an alle Kreditgeber*innen! Doch vieles bleibt noch zu tun: Keller, Flure, Gemeinschaftsküche und Garten ums Haus waren nicht Teil der ersten Baumaßnahmen. Außerdem wartet das Dach auf neue Schindeln. Sobald diese liegen und eine Wärmedämmung nach oben existiert; kann auch hier noch mehr Wohnraum entstehen.

Deshalb bieten wir weiter Möglichkeiten zur Geldanlage an. Mindestens 500 Euro, gern auch mehr, kann man bei uns zu verschiedenen Zinssätzen anlegen. Da wir jeweils nur 100.000 Euro pro Geldanlagemöglichkeit einsammeln, unterliegen wir laut Kleinanlegerschutzgesetz nicht der Prospektpflicht (mehr dazu siehe unten).

Meldet euch gern auch einfach, wenn ihr mehr über die Investitionsmöglichkeiten bei uns wissen möchtet! Erste Informationen findet ihr unten, nähere Informationen zu Laufzeiten, Zinsen, Sicherheit und anderen Fragen geben wir euch gern im persönlichen Gespräch! Schickt einfach eine Mail an Kontakt@13haFreiheit.de.

Infos zu Direktkrediten

Direktkredite sind Kredite von Privatpersonen, die unser Projekt unterstützen wollen. Sie stellen eine soziale, nachhaltige und regionale Geldanlage dar. Mit dem Mietshäuser Syndikat haben wir einen starken Partner, unter dessen Dach seit mehr als 20 Jahren 116 gut funktionierende Wohnprojekte entstanden sind.

Das grundlegende Eigenkapital für Kauf und Umbau haben wir beisammen, eine Million Euro! Allen Direktkreditgeber*innen herzlichen Dank! Wir benötigen jedoch weiterhin Geld, für die letzten Baumaßnahmen ebenso wie zur Umschuldung. Direktkredite sind Nachrangkredite, sie fallen seit dem 01.01.2016 unter das Vermögensanlagengesetz. Unsere Vermögensanlagen unterliegen nicht der Prospektpflicht, da sie unter der Bagatellgrenze von 100.000 Euro bleiben. Was das alles genau bedeutet, erklären wir gern im Gespräch oder schicken gezielt Informationsmaterial zu.

-> hier Anfragen für einen Direktkredit-Vertrag und/oder Infomaterial.

Eine neue Wohnprojekt-Initiative

Bei uns sind jetzt alle Wohnungen, auch alle WG-Zimmer vergeben. In Einzelfällen kommt es natürlich mal zu Änderungen. Wer daher mit uns Kontakt aufnehmen möchte, kann sich gern bei uns melden. Es gibt allerdings schon viele Interessierte; wir führen keine direkte Warteliste, sondern schauen, wenn etwas frei wird, was sich ergibt.

 

Wer gemeinschaftlich wohnen möchte, arbeitet am besten mit an einem neuen Projekt: Auf Sullivan auf dem Benjamin-Franklin-Gelände direkt am Käfertaler Wald besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Konversion ein Kasernengebäude oder ein Grundstück für ein gemeinschaftliches Wohnprojekt zu erwerben. Dafür hat sich die Gruppe ESPERANZA zusammengefunden. Kontakt: info@esperanza-mannheim.de