Kurzkonzept

Was heißt für uns Gemeinschaft?

Wir sind dabei, unsere eigene Vision gemeinschaftlich zu entwickeln.
Zusammengefunden haben wir uns unter dem Dach des Vereins 13haFreiheit,  der sich als Grundlage folgendes Kurzkonzept gegeben hat:

Kurzkonzept der Initiative 13haFreiheit:

Der eingetragene Verein 13haFreiheit hat sich zum Ziel gesetzt, auf ehemalig militärisch genutzten Flächen ein gemeinschaftsorientiertes, alternatives Wohn- und Kulturprojekt für mehrere hundert Personen zu verwirklichen. Ein geeignetes Gelände hierfür sind die ehemaligen Turley Barracks auf denen ein erstes Wohnprojekt für ca. 70 Personen entstehen wird.

Die sanierten Wohnungen sollen sozial durchmischt von jungen und älteren Menschen, mit oder ohne Kinder, mit oder ohne Migrationshintergrund, mit oder ohne Handicaps genutzt werden können. Wichtig ist bezahlbarer und hochwertiger Wohnraum für alle, es wird eine Kaltmiete unterhalb dem Mietspiegel angestrebt. Räume für Kulturprojekte und andere Veranstaltungen sind weitere zentrale Aspekte. Nach Entsiegelungsmaßnahmen sollen auf dem Areal Grün- und Freiflächen für den Stadtteil mit Gemeinschaftsgarten, Spielmöglichkeiten und Platz für sportliche Aktivitäten geschaffen werden. Wohnen und Arbeiten soll auf dem Gelände für die Bewohner_innen realisierbar sein. Alle Sanierungs- und Baumaßnahmen werden nach ökologischen und Ressourcen schonenden Prinzipien erfolgen sowie in Zusammenarbeit mit der AG Barrierefreiheit durchgeführt werden.

Nach dem bewährten Konzept des Miethäuser Syndikat Modells wurde ein Hausverein gegründet (Wohnprojekt 474 e.V.) in dem alle Bewohner_innen Mitglieder sind. Der Eigentumstitel für die Gebäude und Flächen hängt an der F 13 Turley GmbH, deren beide Gesellschafter der Hausverein und die Miethäuser Syndikat GmbH sind.

Im Juli 2012 hat der Verein eine ausführliche "Konzeption für die Nachnutzung von ehemalig militärisch genutztem Mannheimer Raum" vorgelegt. Diese findet ihr hier.

Auf der Grundlage dieser Konzeption und inspiriert von anderen Gemeinschaften wie zum Beispiel Schloss Tempelhof haben wir im Juni 2014 begonnen, gemeinschaftlich unsere Vision für das Leben im Wohnprojekt 472 zu entwickeln.

Im Naturfreundehaus in Mannheim haben wir an einem sehr sonnigen Juni-Sonntag ein "World-Café" eröffnet: An sechs Tischen wurde zu je einem Thema gearbeitet. Die Themen wie Gemeinschaft im Alltag, Selbstorganisation, Nachhaltigkeit, Persönlichkeitsentwicklung und Kommunikation nach außen haben wir zuvor in einer gemeinsamen Runde Brainstorming auf Kärtchen gefunden.

An jedem Tisch wurden die Ideen zum jeweiligen Thema auf die weißen Papiertischdecken geschrieben, nach zehn Minuten wechselte jeweils die Tischbesetzung. So haben alle an fast jedem Thema mitgearbeitet. Wir waren selbst erstaunt, wie viel Kreativität und Ideenreichtum in einer solchen Gemeinschaftsarbeit frei werden.

Nun werden diese ersten Visionen in einzelnen Gruppen weiter reflektiert. Als wichtige Grundzüge wurden deutlich:

++ Wir sehen uns als lernende Gemeinschaft.

++ Wir wollen Kooperationsformen finden, in denen sich alle verantwortlich fühlen.

++ Wir wollen ein offenes Haus führen, das mit anderen Menschen, Gemeinschaften und Gruppen kooperiert.

Wir haben durch diese Arbeit weiter zusammengefunden. Wir freuen uns auf unser Zusammenleben!